01 · Ankommen
Der Sitzkreis
Im Regelfall kommt die Gruppe zunächst im Sitzen in einem Kreis zusammen, meist auf dem Boden auf Sitzkissen. In der Mitte steht eine Vase mit Blumen, eine Statue oder ein anderer, oft zeremonieller Schmuck. Der Raum ist aufgeräumt und freundlich und wird meist von Kerzen mitbeleuchtet.
In meinen Gruppen
Es gibt immer einen Sitzkreis — und es werden immer auch Stühle angeboten. Wer Rückenprobleme hat oder aus anderen Gründen nicht lange auf dem Boden sitzen kann, muss deshalb nicht fernbleiben und auch nicht vorher fragen.
02 · Kennenlernen
Die Vorstellungsrunde
Einander kennenzulernen ist uns Tantrikern wichtig. Die Leitung bittet die Teilnehmenden nacheinander, ihren Vornamen zu nennen; oft wird zusätzlich nach der aktuellen Verfassung gefragt oder danach, was zu diesem Kurs geführt hat. Meist werden hier auch die Grundregeln erläutert: dass die Teilnahme an Übungen freiwillig ist, dass ein Nein ein Nein ist, dass jede und jeder für sich selbst verantwortlich bleibt.
In meinen Gruppen
Die Runde ist eher kurz gehalten. Ich stelle einige Fragen, die Antworten darauf sind freiwillig — wer nichts teilen möchte, schweigt. Nur der Vorname sollte genannt werden.
03 · Lösen
Tanz und Bewegung
Häufig beginnt der Tag nach der Vorstellungsrunde mit Bewegung, und auch zwischendurch wird immer wieder dazu angeleitet. Das lockert die Gruppe, löst Verspannungen und schafft eine gute Atmosphäre. Eine bestimmte Form wird nicht erwartet — jede und jeder bewegt sich so, wie es sich gut anfühlt. Die Kleidung sollte locker und bequem sein, nicht zu warm und nicht zu eng.
In meinen Gruppen
Tanz und Bewegung gehören immer dazu — nicht zu anstrengend und nicht zu ausufernd, je nachdem, wie die Gruppe zusammengesetzt ist.
04 · In Kontakt kommen
Begegnungs- und Kontaktübungen
Die Gruppe lernt sich kennen, indem sie sich nach Anleitung zunächst in einfachen Konstellationen begegnet. Dafür gibt es viele Varianten: ein kurzer gemeinsamer Tanz, eine kurze oder längere Berührung mit einzelnen anderen nacheinander, ein tiefer Augenkontakt, eine kurze Massagesequenz. Angestrebt wird meist, dass möglichst viele Teilnehmende sich kurz persönlich begegnen. Diese Übungen finden im Regelfall bekleidet statt.
In meinen Gruppen
Kurze, bekleidete Begegnungs- und Kontaktübungen schätze ich sehr. Ich achte darauf, dass die Teilnehmenden jemandem begegnen, mit dem sie sich wohlfühlen, und ermutige dazu, nur solchen Menschen näherzukommen. Sehr wichtig ist mir die Freiwilligkeit: Zu keiner Übung besteht ein Zwang.
05 · Stille
Meditation
Häufig wird im Sitzkreis meditiert, aber auch im Stehen, im Tanz oder im Gehen. Meditationen der verschiedensten Form sind ein wichtiger Bestandteil des Tantra.
In meinen Gruppen
Als Meditationslehrerin kenne ich eine Vielzahl von Meditationen und zeige gern die eine oder andere Technik. Die Meditationen können kurz sein oder länger.
06 · Zentrieren
Atemübungen
Häufig finden Atemübungen statt, um den Atem zu vertiefen und sich zu zentrieren.
In meinen Gruppen
Mit Atemübungen arbeite ich immer — die Wirkung ist hervorragend.
07 · Nähren
Massagerituale
Den Teilnehmenden werden verschiedene tantrische Massagegriffe und -techniken gezeigt; anschließend massieren sie einander. Je nach Anbieter und Thema des Tages können die Massagen in ganz unterschiedlicher Form und Konstellation stattfinden. Immer enthalten sein sollten: Achtsamkeit, Präsenz, Respekt voreinander, Grenzwahrung bei sich selbst und bei anderen — und Kommunikation.
In meinen Gruppen
Ich leite Massagetechniken für Anfängerinnen, Anfänger und Fortgeschrittene an, aber keine Techniken aus dem Roten Tantra. Sehr wichtig ist mir auch hier die Freiwilligkeit: Jede und jeder teilt die eigenen Wünsche und Grenzen mit, und das Gegenüber achtet darauf.
08 · Nachklang
Feedback- und Abschlussrunde
Im Anschluss an die Übungen sprechen die Teilnehmenden miteinander darüber, wie es ihnen ergangen ist. Zum Schluss kommt die Gruppe noch einmal im Sitzkreis zusammen — oft mit einer Abschlussmeditation oder einem Abschlussritual, dann folgt die Verabschiedung.
In meinen Gruppen
Eine Feedbackrunde leite ich immer an, ebenso eine Abschlussrunde, in der noch einmal jede und jeder zu Wort kommen kann — je nachdem mit Meditation oder Ähnlichem.